26. März 2007
Normalerweise es sich die hochgeschätzte Blogleserschaft ja gewohnt, über meine kleinen, mehr oder weniger tragischen, Alltags-"Debbiesaster" in charmanter Weise aufgeklärt zu werden.
Doch dieses Mal steht mir der Sinn nicht nach schönen, sarkastischen Worten. Ich möchte diesen Arktikel einem ganz besonderem Menschen widmen; meinem Grossvater Ludwig Rast. Er ist letzten Freitag, nicht nach langer, nicht nach kurzer, Krankheit gestorben, sondern einfach, ganz plötzlich, tot umgefallen.
Er war ein liebevoller Mensch, ein toller Grossvater, der mich gerne mit auf die Jagd, auf den Hochsitz oder zum Wandern mitnahm. Er war genau der Grossvater für mich, wie ich ihn mir später einmal für meine Kinder wünsche: stehts mit einem Lächeln im Gesicht, mit kleinen Lachfältchen um die Augen, und wusste immer eine spannende Geschichte zu erzählen.
Mein Grossvater war ein unglaublich engagierter Mensch, bis heute habe ich wohl nicht herausgefunden in wie vielen Vereinen und Stiftungen er Mitglied, wenn nicht sogar Vorstand war. Ein Mensch, der auf der einen Seite stark verwurzelt war mit seinem Wohnort, Muri, und der, erst vor wenigen Jahren mit Leidenschaft die Kampagne "Nein zum neuen Klosterhof" initierte und führte; der Umbau des Klosterhofes wurde mit klarem Mehr angenommen. Auf der anderen Seite war mein Grossvater auch der Mensch, der, gemeinsam mit meiner Grossmutter, während des kalten Krieges durch die UdSSR reiste, unter der Hand Schweizer Franken in Rubel wechselte und die Strümpfe seiner Frau irgendwo in Sibirien gegen lokale Lebensmittel umtauschte.
Grospi, Väterli, Ludwig, du fehlst uns!